Früchte- und Gemüseabsatz auf Rekordniveau

Im Jahr 2025 setzte der Detailhandel in der Schweiz 923 Millionen Kilo frische Früchte, Kartoffeln und Gemüse ab. Bei den Früchten wurde ein Zehnjahresrekord erreicht. Dies zeigt ein Bericht des Fachbereichs Marktanalyse des Bundesamtes für Landwirtschaft.
Zuletzt aktualisiert am 4. Februar 2026
von Jonas Ingold
2 Minuten Lesedauer
2021 Tafelpfel Lid
Äpfel sind die umsatzstärkste Frucht im Detailhandel und liegen mengenmässig auf Rang 2. (jin)

Zuoberst auf dem Treppchen bei den Früchten steht mit Abstand die Banane. Über 79 Millionen Kilogramm davon setzte der Schweizer Detailhandel 2025 ab. Auf den nächsten Rängen kommen Äpfel und Orangen, gefolgt von Wassermelonen, Mandarinen respektive Clementinen sowie Avocados. Insgesamt gingen 460 Millionen Kilogramm Früchte über den Ladentisch.

Auch der Umsatz mit Früchten lag mit 1,82 Milliarden Franken über dem Vorjahr. Grund dafür sind leicht höhere Durchschnittskosten pro Kilogramm. Das Bundesamt für Landwirtschaft betont, dass dies nicht zwingend auf höhere Verkaufspreise einzelner Früchte hindeutet: Es ist auch möglich, dass die Konsumentinnen und Konsumenten tendenziell zu teureren Früchten greifen. Die umsatzstärkste Frucht war der Apfel mit 194,82 Millionen Franken. 

Gemüse und Kartoffeln: Dritter Absatzanstieg nacheinander

Während sich bei den Früchten mit Ausnahme des Apfels hauptsächlich Sorten zuoberst in der Gunst der Konsumentinnen und Konsumenten tummeln, die in der Schweiz gar nicht oder nur in kleinem Rahmen angebaut werden und die Konkurrenz durch Südfrüchte gross ist, sieht es beim Gemüse und Kartoffeln anders aus.

Insgesamt wurden in diesem Bereich 463 Millionen Kilogramm über den Detailhandel verkauft, davon 93 Millionen Kilogramm Kartoffeln – 3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Meistverkauftes Gemüse waren die Karotten mit 44,83 Millionen Kilogramm, gefolgt von Gurken und mittleren und grossen Tomaten. Würde man auch die kleinen Tomaten hinzuzählen, nähmen die Tomaten allerdings den Spitzenplatz ein.

Gemüseumsatz gesunken

Während die Gemüsemengen im Verkauf stiegen, nahm der Umsatz ab. 2,07 Milliarden Franken gaben die Konsumentinnen und Konsumenten für frisches Gemüse und Kartoffeln aus. Den grössten Umsatz erzielten die Detailhändler dabei mit kleinen Tomaten mit 180,11 Millionen Franken. Kartoffeln wurden im Wert von 177,97 Millionen Franken abgesetzt. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft könnte der Umsatzrückgang unter anderem auf die tieferen Preise als in den Vorjahren zurückzuführen sein.

Weitere Infos zu den Daten

Alle Details sowie interaktive Grafiken gibt es auf der Website des Fachbereichs Marktanalyse des Bundesamts für Landwirtschaft

Die Zahlen des Detailhandels wurden von NielsenIQ durch den Retail- und Konsumentenpanel erhoben. Sie umfassen alle frischen Früchte und Gemüse sowie Convenienceprodukte, die abgepackt, geschnitten und gekühlt sind.